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Besuchseinschränkungen in unseren Pflegewohngemeinschaften

 

 

 

 

Diese Einschränkungen gelten zunächst bis zum 19.04.2020.


  • Besuche sind ab sofort auf das Notwendigste zu beschränken, je Bewohner*in im Regelfall eine Person je Tag. Die Besuche sollen maximal eine Stunde dauern. Die Bewohner*innen sind von der Einrichtung über persönliche Schutzmaßnahmen zu unterweisen und haben diese einzuhalten.

  • Gemeinschaftsaktivitäten mit Externen sind ab sofort untersagt

  • Besuche haben nur noch auf dem Zimmer stattzufinden, nicht mehr in Gemeinschaftsräumen

  • Die Zugänge in die Einrichtung sind zu minimieren. Es soll eine Besucher – und Mitarbeiterregistrierung mittels Register eingeführt werden. Die Erfassung stellt ein wichtiges Instrument für die Ermittlung von Kontaktpersonen zum Nachweis von Infektionsketten dar.

  • Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenem Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert-Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus einem dieser Gebiete diese Einrichtung nicht betreten.

  • Kontaktpersonen der Kategorien 1 und 2 (htpps://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management_Download.pdf?_blob=publicationFile), dürfen diese Einrichtung nicht betreten.

  • Es können Ausnahmen für nahestehende Personen (z.B. im Rahmen der Sterbebegleitung) im Einzelfall unter Auflagen zugelassen werden.


Diese Einschränkungen gelten zunächst bis zum 19.04.2020.


Rechtsgrundlage für die zu treffenden Maßnahmen sind die §§28 Abs.1 Satz 2 ifSG und 14 Abs. 1 OBG.

Begründung der Einschränkungen

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich in kurzer Zeit weltweit verbreitet. Auch in Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen zahlreiche Infektionen.

Vor dem Hintergrund drastisch steigender Infektionszahlen in den vergangenen Tagen und der weiterhin dynamischen Entwicklung der SARS-CoV-2 Infektion ist es erforderlich, weitere kontaktreduzierende Maßnahmen zur Beeinflussung – insbesondere Verzögerung – der Ausbreitungsdynamik zu ergreifen und Infektionsketten zu unterbrechen. Durch den vorherrschenden Übertragungsweg von SARS-CoV-2 (Tröpfchen )z.B. Husten, Niesen oder teils mild erkrankte oder auch asymptomatisch infizierte Personen kann es leicht zu Übertragungen von Mensch – zu – Mensch kommen. Dabei gehen viele bestätigte Fälle der Erkrankung von COVID-19 zurück auf Kontakte mit Rückkehrern von Reisen aus Risikogebieten und besonders betroffenen Gebieten.


Zu den erforderlichen kontaktreduzierenden Maßnahmen gehört bei Einrichtungen, in denen Personen leben, die durch Alter, Vorerkrankung oder Behinderung in einem besonderen Risiko durch das Corona- Virus ausgesetzt sind, auch eine Beschränkung der Ausbreitung auf der Grundlage von § 28 IfSG.

Hierzu gehören insbesondere Pflegeeinrichtungen, Wohngemeinschaften für pflegebedürftige oder behinderte Menschen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben.

Im Sinne einer Härtefallregelung ist es jedoch erforderlich, dass Ausnahmen für besondere Einzelfälle zugelassen werden. Dabei ist es zu prüfen, durch welche Auflagen das Infektionsrisiko maximal reduziert werden kann.

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