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Vom ZIVI zum Praxisanleiter -
eine Karriere bei der Freien Altenhilfe

Soviel vorweg: Dass der Beruf der Altenpflegekraft ein Mangelberuf ist, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein, spätestens jedoch, nachdem sich Gesundheitminister Jens Spahn im fernen Mexiko nach Pflegekräften für den deutschen Markt umgesehen hat.

Umso mehr freuen wir uns, dass bei der Freien Altenhilfe Lemgo derzeit zehn junge Menschen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau / Pflegefachmann absolvieren. Die dreijährige Ausbildung beinhaltet, wie auch in anderen Branchen, einen theoretischen und praktischen Teil. Die sorgfältige Begleitung der praktischen Ausbildung ist für uns enorm wichtig. Deshalb beschäftigen wir fünf Praxisanleiter*innen, die sowohl „unsere" als auch externe Auszubildende schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung ihrer späteren beruflichen Aufgaben heranführen. Einer dieser Praxisanleiter ist Stefan Homburg.


Stefan Homburg - Erster unter Gleichen


Als Stefan Homburg im Jahr 2004 seinen Zivildienst bei der Freien Altenhilfe antrat, war sein beruflicher Werdegang schon vorgezeichnet. „Mir war rasch klar, dass ich was mit alten Menschen machen wollte, so dass der Beruf des Altenpflegers zum Traumberuf wurde," sagt er heute rückblickend.
Das ist viele Jahre her. Dem Examen zum Altenpfleger 2008 folgten drei Jahre verantwortungsvoller Tätigkeit in der ambulanten Pflege. Doch der nächste Karriereschritt ließ nicht lange auf sich warten. Im Bildungszentrum des Klinikums Lippe qualifizierte sich Stefan Homburg zum Ausbilder, in der Pflegebranche „Praxisanleiter" genannt.
200 Stunden Theorie und 60 Stunden Fremdhospitationen standen auf dem Lehrplan. Das war 2010 und 2011.
Inzwischen koordiniert Homburg sämtliche Maßnahmen in unserem Pflegedienst, die im Zusammenhang mit der Praxisanleitung stehen. Dazu gehört die Beratung seiner vier Praxisanleiter - Kolleginnen und die Durchführung regelmäßiger Meetings zwecks Erfahrungs- und Gedankenaustausch.

Koordiniert die Praxisanleiterinnen: Stefan Homburg
Examiniert im März 2017: Selina Reineke
Charlott Janzen (Mitte) und Jana Wicht, examiniert im März 2019

Externe Auszubildende aus anderen Berufsfeldern der Pflege


Im Rahmen der generalistischen Ausbildung (Erläuterung siehe unten) weisen uns die Pflegeschulen Auszubildende aus anderen Berufsfeldern der Pflege, wie etwa der Krankenpflege, zu. „Wir vermitteln praktische Kenntnisse in der ambulanten Pflege oder der Tagespflege und im Umkehrschluss hospitieren unsere Auszubildenden dann im Krankenhaus," so Homburg. Damit ein maximaler Lernerfolg erreicht werden kann, bedarf es der sorgfältigen Einsatzplanung.


Generalistische Pflegeausbildung - was heißt das?


Die bisher getrennten Ausbildungen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden in einer generalistischen Berufsausbildung mit der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau/ Pflegefachmann" zusammengeführt. 

Schema Pflegeausbildung

Die Voraussetzungen für die Pflegeausbildung sind:



  • 10-jähriger Schulabschluss, mind. erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR)

  • oder Berufsbildungsreife und 2-jährige Berufsausbildung

  • oder Berufsbildungsreife und abgeschlossene mindestens 1-jährige Ausbildung in der Pflegehilfe

  • Gesundheitliche Eignung (ärztliches Attest)

  • bei ausländischem Schulabschluss mindestens das Sprachniveau B2

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